Die SANNI Foundation engagiert sich seit über einem Jahrzehnt für Kinder, Frauen und Familien in Indien und Myanmar. Im Zentrum stehen Bildungs- und Gesundheitsprojekte, die direkt und nachhaltig wirken. Ein zentrales Prinzip dabei: 100 % der Spenden fliessen ohne Abzüge zu den Menschen vor Ort. Möglich ist dies, weil alle administrativen Kosten von der Gründerfamilie getragen werden.
Gegründet wurde die Stiftung von Susanne Schroff, Unternehmerin mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Elektronikbranche. Ihre persönliche Verbindung zu SECOMP CEO Roland Silvestri und zur IT-Branche macht die Partnerschaft zwischen SANNI Foundation und SECOMP AG besonders authentisch – und schafft ein Fundament aus Vertrauen, Verbindlichkeit und gemeinsamer Überzeugung.
Was hat Sie dazu bewegt, sich nach Ihrer unternehmerischen Laufbahn so stark für karitative Zwecke zu engagieren?
Ich bin sehr privilegiert aufgewachsen – in einer Unternehmerfamilie, die immer vermittelt hat, dass Erfolg auch Verantwortung bedeutet. Schon meine Eltern haben mit ihrem Privatvermögen eine Stiftung gegründet, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Diese Haltung hat mich stark geprägt. Als ich im Jahr 2000 das erste Mal in Indien war und dort hunderte von Menschen traf, die ohne unsere Unterstützung nicht mehr leben würden, hat sich für mich alles verändert. Ich wusste: Ich will nicht nur Unternehmerin sein – ich will aktiv mitgestalten und helfen, wo es am nötigsten ist.
Wie hat sich Ihr Blick auf Verantwortung und Wirkung über die Jahre verändert?
Die Welt ist heute transparenter als je zuvor. Das Ungleichgewicht, das wir tagtäglich sehen, gibt uns als privilegierte Menschen im Westen eine noch grössere Verantwortung. Ich empfinde es als unsere Pflicht, hinzuschauen und zu handeln – nicht aus Mitleid, sondern aus Einsicht. Ich habe heute mehr Einblick in globale Zusammenhänge – und mehr Motivation denn je, aktiv etwas beizutragen.
Die SANNI Foundation verfolgt einen sehr direkten Ansatz – 100 % der Spenden kommen an. Wie stellen Sie das sicher?
Indem ich alle Administrationskosten persönlich über meine Firma SchroffInvest übernehme. Auch unsere Stiftungsräte und Ambassadors arbeiten ehrenamtlich. Zusätzlich besuchen wir alle Projekte regelmässig selbst, mindestens einmal jährlich. Ein Schweizer Anwalt prüft vor Ort die Verwendung der Spendengelder.
Warum setzen Sie gerade auf Länder wie Myanmar und Indien?
Indien hat mein Leben verändert. Vor über 25 Jahren war ich erstmals dort, als wir ein Projekt für Diabetespatienten unterstützten. Ich begegnete hunderten Menschen, die ohne unsere Hilfe nicht überlebt hätten – das hat mich zutiefst berührt. Myanmar kam später dazu, als ich vor Ort das enorme Ausmass an Armut gesehen habe. In beiden Ländern ist mit wenig Geld sehr viel Wirkung möglich.
Welche Projekte berühren Sie persönlich am meisten?
Ganz klar: die Menschen und ihre Geschichten. Zum Beispiel haben wir letztes Jahr zwei Hochzeiten in Indien gefeiert – von vier jungen Erwachsenen, die als HIV-positive Kleinkinder in unser Heim kamen. Sie wurden mit Medikamenten, Nahrung und viel Liebe grossgezogen. Heute haben sie selbst gesunde Kinder. Solche Lebensläufe zu begleiten, ist für mich unglaublich erfüllend.
Was hat Sie überzeugt, mit SECOMP zusammenzuarbeiten?
Ich war selbst über 25 Jahre in der Elektronikbranche tätig, unter anderem als CEO von Rotronic. Ich kenne Roland Silvestri und einige Mitarbeitende von SECOMP seit Jahrzehnten – diese Verbindung ist persönlich und vertrauensvoll. Deshalb fühlt sich diese Zusammenarbeit für mich auch ganz natürlich an.
Was macht für Sie eine glaubwürdige Unternehmenspartnerschaft im sozialen Bereich aus?
Beide Seiten müssen wirklich dahinterstehen – mit echter Überzeugung und ohne PR-Gesten. Es braucht Authentizität, Verlässlichkeit und das gemeinsame Ziel, mit vereinten Kräften die Welt ein klein wenig besser zu machen.
Welchen Mehrwert sehen Sie für Unternehmen, sich sozial zu engagieren?
Soziales Engagement schafft Identifikation – intern wie extern. Es stärkt die Unternehmenskultur, gibt Sinn und zeigt Verantwortung.
Welche Botschaft möchten Sie Kundinnen und Kunden mit auf den Weg geben?
Es ist schön, sich selbst etwas zu gönnen. Aber dabei sollten wir nie vergessen, dass viele Menschen nicht annähernd dieselben Chancen haben. Schon ein kleiner Beitrag kann für andere den Unterschied zwischen Leben und Überleben bedeuten.
Wenn Sie einen Wunsch für die Zukunft hätten – was wäre er?
Ich habe viele Wünsche. Aber einer steht über allem: Dass kein Mensch auf dieser Welt mehr hungern muss – und dass wir echte Chancengleichheit schaffen. Dafür lohnt es sich zu kämpfen.
Susanne Schroff, studierte Betriebsökonomin, leitete über ein Jahrzehnt lang das Familienunternehmen Rotronic AG. 2010 gründete sie die SANNI Foundation. Heute engagiert sie sich mit voller Kraft für Bildungs- und Gesundheitsprojekte in Südindien und Myanmar – mit einem zentralen Prinzip: 100 % der Spenden kommen an.
Für Susanne Schroff ist Erfolg ohne Verantwortung nicht vollständig. Sie lebt vor, was es bedeutet, mit Haltung und Herz zu handeln.
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